Archiv des Autors: admin_brit

Africa is calling

Kurze Statusmeldung (07.09.2019): Sind nach endloser Fahrerei endlich im Süden angekommen. Wir stehen bei französischen Bekannten zwischen Montpellier und Nîmes auf einem Wagenplatz. Die Sonne scheint und es ist warm. Soweit alles gut. Nur Heppo hat sein Handy verloren: Auf den Ersatzreifen gelegt und einfach losgefahren. Mist!

Bald geht es weiter Richtung Carcassone… Grüße an Euch alle!

Kurz vor unserer Abreise. Foto: Matthias Feicht -> Danke

USB-Stirnlampe bei www.gearforcacher.de

HINWEIS: Der folgende Abschnitt enthält Werbung. Wir bewerben aber grundsätzlich nur Produkte, die wir auch selbst verwenden sowie Dienstleister, von denen wir ehrlich überzeugt sind.


gearforchacher.de Ausrüstung für die Profischatzsuche

gearforchacher.de Ausrüstung für die Profischatzsuche!

 

Klaus Kaczmarek von www.gearforcacher.de aus dem Ruhrgebiet lernten wir im Juli auf der Adventure Southside kennen. Da ist er allerdings mächtig im Stress und hat leider nicht viel Zeit für uns. Wir bleiben aber in Kontakt und telefonieren ein paar Wochen später noch einmal: “Bisher war ich ja vor allem als Experte für Geocaching im Ruhrgebiet bekannt. Aber mit dem Offroad- und Reisethema gibt es natürlich auch Überschneidungspunkte, gerade was Stirn- und Taschenlampen, Rucksäcke, kleine Tools, etc. angeht. Als uns Ralf Urbanek, der Organisator der Adventure Southside, dann als Aussteller für seine Messe gewonnen hatte, war ich Feuer und Flamme für die tollen Fahrzeuge. Mittlerweile sind wir auch auf der Adventure Northside (20.-22. September 2019) vertreten.”

Klaus Kaczmarek ist gesprächig. “Auch privat reisen wir gerne. Als Intensivpfleger war ich außerdem viele Jahre weltweit als Rettungsassistent mit dem Hubschrauber beim ADAC mit dabei. Das Reisen gehört also schon immer irgendwie dazu.”, fährt er fort.

Schatzsuche im Gelände mit einer praktischen und leichten USB-Stirnlampe. Foto: Stephan Henseleit

Vorsichtig versuche ich das Thema wieder auf die USB-Stirnlampe zu lenken. Denn dank www.gearforcacher.de wissen wir, dass es nun endlich eine Alternative zu dem leidigen Thema Batterienladen gibt.

Die folgende Situation kennt wohl jeder: Immer wenn eine Stirnlampe benötigt wird, sind gerade die Batterien leer, und das verdammte Ding ist einfach nicht zu gebrauchen. Das Aufladen ist auch so eine Sache. Da braucht es fast schon ein Batteriemanagement und eine Profiladegerät. Mich nervt das auf jeden Fall gewaltig! Da, finde ich, ist eine USB-Stirnlampe endlich mal eine  vernünftige Erfindung: eine Lampe, die per USB und Mikro-USB so einfach zu laden ist wie ein Handy!

“Prinzipiell habe ich das komplette Programm von NITECORE und FENIX im Sortiment, natürlich inklusive Zubehör.” Klaus Kaczmarek ist schon wieder ganz in seinem Element, und es ist zu merken, mit wie viel Engagement er bei der Sache ist. Trotzdem kristallisiert sich bei der Beratung ein Favorit heraus:

Vorteile der USB-Stirnlampe FENIX HL18R:

  • bis zu 150 Std. Leuchtdauer
  • getrenntes Flutlicht und Spotlight (Nah- oder Fernsicht)
  • automatisches SOS Morsen in Notlagen (gut für Overlander)
  • variable Stromversorgung mit dem mitgelieferten LiPo-Akku oder 3 AAA-Akkus bzw. Batterien

Übrigens kann man mit Kaus nicht nur sehr gut telefonieren und in seinem Onlineshop einkaufen, sondern ihn und seinen Sohn auch in seinem Kellershop in Essen (N 51°25.598 E 07°00.166) besuchen. Kunden, die in seinem Laden einkaufen, können die Stirnlampen auch ausprobieren und bei Nichtgefallen zurückgeben. Den Kaufpreis bekommen sie zurückerstattet.

Neben allerlei nützlichen Ausrüstungsgegenständen rund um die Profischatzsuche Geocaching, Outdoor- und Offroad-Themen sieht sich das Ladenlokal auch als Treffpunkt für Geocacher. Hier haben Interessierte die Möglichkeit, sich auszutauschen und sich Tipps und Tricks zum Lösen von Rätselcaches und Hinweise zum Finden schwieriger Geocaches abzuholen – auch ohne etwas kaufen zu müssen :D!

So entspannt kann man ein Outdoorabenteuer angehen: Mit der nötigen Ausrüstung von gearforcacher.de.
Foto: Klaus Kaczmarek, gearforcacher.de

 

17.08.2019: Roadtrip mit Frau Scherer Reisevortrag am Klaus-Därr-Treffen

Berit kurz vor der Lesung am Klaus-Daerr-Treffen@Bayernkamele

 

 

 

Danke für Euer zahlreiches Erscheinen. Mir hat es großen Spaß gemacht vor Fachpublikum und den Bayernkamelen 😉 einen Vortrag halten zu dürfen.

Reisevortrag am Samstag, 17.08.: Lesung aus meinem Buch “Roadtrip mit Frau Scherer” mit Fotoshow beim Klaus-Därr-Treffen@Bayernkamele in Grub/Valley

Reisevortrag Roadtrip mit Frau Scherer bei den Bayernkamelen

5 Reisetipps für Roadtrips

Hier die Quintessenz unser bisher gesammelten Reiseweisheiten:

Die folgenden fünf Punkte sind unsere persönliche, emotionale Checklist, wenn wir kurz davor sind, in Panik zu geraten. Auch wenn wir vor lauter Wald die Bäume nicht mehr sehen oder stur und unflexibel nach Schema F vorgehen.
Für Euch als Leser gilt zuvorderst Punkt Nummer 1, denn alle Menschen sind verschieden. Was für uns gilt, muss noch lange nicht Eurer Realität entsprechen. Viel Spaß beim Lesen!

Was zeigt dieses Bild? A) Gesichtsverschleierung B) “blank mind” C) Agnostiker? Finde die Antwort selbst.

1. Glaube nichts!

“Glaube nichts!” ist etwas plakativ ausgedrückt, trifft aber doch den Kern der These. Der eigentliche Spruch heißt: “Glaube keiner Information, die du nicht selbst überprüft hast!”. Wie anfangs schon erwähnt: Menschen und Situationen sind verschieden. Was heute gilt, gilt morgen schon lange nicht mehr.
So macht es unterwegs wenig Sinn, sich auf die Aussagen von anderen Reisenden zu verlassen: “Bei diesem Konsulat bekommt niemand mehr ein Visum!”, “Der Grenzübergang xy ist geschlossen!”, “Im Oman sind Hunde verboten!”
Alles “Bullshit”! Frau oder Herr Konsul hatten vielleicht einen schlechten Tag, oder ihnen gefiel die Nase ihres Gesprächspartners nicht. Der Grenzübergang war nur an diesem einen Tag geschlossen, am nächsten Tag ist er aber schon wieder geöffnet. Und das angebliche Hundeverbot war einfach schnell dahingesagtes Halbwissen. FAKE NEWS eben.
Höflichkeit, Respekt, Humor und eine Prise Charme stehen nicht nur Reisenden gut zu Gesicht. Ganz sicher aber öffnen sie unterwegs Tür und Tor und die Herzen des Gegenübers und machen Dinge möglich, die einer*m anderen möglicherweise verwehrt bleiben.

Schräg parken

Irgendwie haben wir einfach kein Glück mit unseren Stellplätzen an Seen.

2. Seen sind Scheiße!

Naja, eigentlich nicht. Wir lieben Seen und machen daher immer wieder den gleichen Fehler. Dabei könnte es doch so schön sein. Ein abendlicher Übernachtungsplatz wird gesucht. Blick auf die Landkarte. Juhu! Nur ein paar Kilometer weiter ist ein See eingezeichnet. Wir freuen uns auf die Abkühlung, auf den Wasserkontakt (Stichwort 1: Körperhygiene, Stichwort 2: überfällig!) und auf eine Runde Schwimmen. Aber die Realität sieht in fast 100% aller Fälle leider anders aus. Es beginnt schon damit, dass der verdammte See nicht zu erreichen ist. Ein kilometerbreiter Schilfgürtel versperrt uns den Weg. Es ist lächerlich, der See ist da, aber wir kommen einfach nicht ran.
Ebenso verhält es sich, wenn alle Seegrundstücke in Privatbesitz sind. No way, da ist nichts zu machen. Die Wachhunde vor den fetten Villen stehen freudig bereit, jeden unautorisierten Eindringling in Stücke zu reißen.

Wenn wir es nun wider Erwarten dann doch an das Seeufer geschafft haben, wartet auf uns… (Zutreffendes bitte ankreuzen; Mehrfachauswahl ist möglich!)

a) … eine Horde angetrunkener Touristen (laute Musik und Feuerwerkskörper inkl.)
b) … ein riesiger Berg Müll (Tierskelette, benutze Windeln und Glasscherben)
c) … MÜCKEN, MÜCKEN, MÜCKEN, MÜCKEN, MÜCKEN, MÜCKEN, MÜCKEN und MÜCKEN!!!
d) … ein allesverschlingender Salzsee! -> Womit wir gleich bei den nächsten beiden Punkten wären.

PS: Steppen sind übrigens auch nicht ohne (Stichwort: Steppenbrand)!

Steppenbrand in Kasachstan

Immer weiter oder besser, geordneter Rückzug? Nächtliche Flucht vor Steppenbrand in Kasachstan. Foto: Matthias Feicht

3. Gehe einen Schritt zurück!

Manchmal “sehen wir den Wald vor lauter Bäumen nicht” oder haben ein “Brett vor dem Kopf”. Diese schönen Redewendungen illustrieren sehr anschaulich, wie festgefahren wir oft (nicht nur im Salzsee, sondern vor allem) in unserem Denken und Handeln sind. Einmal zu einem Entschluss, einem Plan oder einer Reiseroute gekommen, gibt es davon kein Abweichen mehr. Da wird nicht nach links und nicht nach rechts geguckt, sondern nur noch stur geradeaus. Doch auch der Schritt zurück hat Charme! Ja, ja, schon klar, der Rückzug hat in unserer leistungsorientierten Gesellschaft ein schlechtes “Standing”, aber unsere Erfahrung unterwegs zeigt doch sehr deutlich, dass es lohnt in alle Richtungen zu denken. Manchmal ist eben der Schritt zurück die beste Option. Also, alles zurück auf null und noch mal ganz neu an die Sache herangehen! Think it new and fresh from the start!

Don’t panic! Im Zweifelsfall einfach flach auf den Boden legen und ruhig weiter ATMEN!

4. Don’t Panic!

Um es mit Douglas Adams & The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy zu sagen: “Don’t panic!” Oder auf Deutsch: “Entspanne Dich!” Selbst wenn Dein Wohnmobil/LKW/Raumschiff gerade an der chinesischen Grenze in einem Salzsee zu versinken droht, Du mitten in der Nacht vor einem Steppenbrand fliehen musst, oder ein Lehrerkollegium aus Öskemen eine Massenschlägerei vor Deiner Haustüre anzettelt. “Keep cool and don’t panic!”
Natürlich ist das einfacher gesagt als getan. Aber Ruhe und einen klaren Kopf zu bewahren hilft eigentlich in allen schwierigen Situationen. Tue, was getan werden muss, und was getan werden kann. Wenn nichts mehr geht, dann “mache Dein Problem zum Problem der anderen”, soll heißen: Hole Hilfe!
Mit etwas Vertrauen ins Universum und in Deine Mitmenschen kommt diese Hilfe dann oft unerwartet schnell und wie aus dem Nichts.
Wie sagte der nette Mann, der uns mit seinem Kettenfahrzeug aus dem Salzsee zog, in kreativem Englisch? “Sheep relax, dog relax, so you also relax!”

Was würdest Du tun, wenn morgens fremde Menschen auf Deinem Grundstück parken? Klare Antwort: Diese zum Frühstück einladen. Uns so geschehen in Tadschikistan :D.

5. What goes around, comes around!

Bitte entschuldigt die vielen englischen Redewendungen in diesem Text, aber manchmal ist das Englische einfach treffender als das Deutsche. “Was man sät, wird man ernten!”, so könnte wohl die deutsche Übersetzung des Idioms lauten, aber das klingt dann gleich so biblisch und nach Racheengel. Und eigentlich ist damit doch das genaue Gegenteil gemeint, nämlich, dass es sich lohnt, voller Vertrauen (dabei bitte die gesunde Menschenkenntnis nicht ausschalten) auf sein Gegenüber zuzugehen und dessen Hilfsangebote anzunehmen. Manchmal bleibt auch keine andere Wahl (siehe Punkt 4).
Als Belohnung für das geschenkte Vertrauen winken tolle Begegnungen mit lieben Menschen, Essenseinladungen, tiefe Einblicke in den Alltag und Freundschaften für Leben.
Gutes annehmen und anschließend davon dann bitte auch selbst ordentlich weitergeben, so lautet die Devise, nicht nur auf Reisen, denn: “What goes around comes around!”